St. Elisabeth-Krankenhaus Köln-Hohenlind
Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln
Werthmannstraße 1, 50935 Köln, Tel. 0221/4677-0

Urologische Klinik
Chefarzt Prof. Dr. med. H. J. Peters


Leistungsspektrum der Urologischen Klinik


Operationen
Für die chirurgischen Aufgaben stehen der Urologischen Klinik zwei aseptische Operationssäle zur Verfügung, die großzügig ausgestattet sind. Mikrochirurgische Operationen wie Refertilisation, Mesa oder Revaskularisationsoperationen werden mit Hilfe eines Operationsmikroskopes durchgeführt. Ein moderner Neodym-YAG-Laser ermöglicht blutsparende Operationen an der Prostata und Behandlung von bösartigen Geschwülsten des äußeren Genitale. Endoskopische Untersuchungen wie auch die urologische Funktionsdiagnostik werden auf dem klinikinternen Röntgentisch mit Bildverstärker-Fernsehkette vorgenommen.

Urodynamik
Ein diagnostischer Schwerpunkt der Klinik ist die Erkennung und Klassifizierung von Blasenentleerungsstörungen und der Harninkontinenz. Um zu einer exakten urodynamischen Diagnose zu gelangen, sind zwei urodynamische Meßplätze, zum Teil auch mit computerisierter Auswertung, im Einsatz. Diese Untersuchungen können auf Überweisung ambulant durchgeführt werden (telefonische Anmeldung unter 0221/4677-1193 Frau Balthasar/Frau Vellen. Überweisung: Urodynamische Untersuchung). Für die Therapiekontrolle verfügt jede der drei urologischen Stationen über ein Uroflowmeter, zum Teil mit Beckenboden-EMG und Biofeedback-Training.

Sonographie
Die Urologische Klinik ist mit drei Ultraschallgeräten ausgestattet. Die nicht invasive Sonographie eignet sich zur Aufdeckung urologischer Tumore, Lokalisation von Harnsteinen und Cysten, Erkennung von Harnstauungsnieren, entzündlichen Prozessen, Lage und Größenänderung der Organe. Uns stehen hierzu Spezialsonden zur Verfügung, die auch eine ultraschallgesteuerte Punktion z. B. der Niere und Prostata zulassen.

Labor
Im klinikinternen Labor werden alle laborchemischen, mikrobiologischen und cytologischen Urinuntersuchungen durchgeführt. Ferner erfolgt hier die andrologische Basisdiagnostik. Der Vorteil eines klinikinternen Labors liegt auf der Hand. Durch die kurzen Wege und die Durchführung der Leistung durch die urologischen Ärzte ist eine schnelle Information möglich, die zum Beispiel im Fall einer ernsten Infektion für den Patienten von größter Bedeutung ist.

Erektile Dysfunktion
Die erektile Dysfunktion hat viele Ursachen. Um zu einer ätiologischen Klassifikation zu kommen, ist eine subtile Diagnostik notwendig. Das Basisprogramm umfaßt daher

    1.

    die nächtliche penile Tumeszenzmessung durch elektronische Meßsysteme.

    2.

    die Messung der arteriellen Durchblutung der Penisgefäße mittels farbkodierter Duplexsonographie.

    3.

    die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit mit elektrophysiologischer Methodik.

    4.

    die Pharmako-Cavernosometrie mit radiologischer Darstellung der Schwellkörper zur Erfassung eines venösen Leaks.

Zur Behandlung der erektilen Dysfunktion werden alle Möglichkeiten wie SKAT, Vakuumpumpe, hydraulische Penisimplantate und Revaskularisationsoperationen ausgeschöpft.

Onkologie
Ein Schwerpunkt der klinischen Tätigkeit ist die klinische, urologische Onkologie. Im Jahr werden zum Beispiel rund 80 radikale Prostatovesikulektomien durchgeführt. Nierentumoren bis 3 cm Größe werden organerhaltend operiert, größere Nierencarcinome transperitoneal oder in Einzelfällen auch lumbal entfernt. Nach radikaler Cystektomie wegen eines Blasencarcinoms werden verschiedene Formen der Harnableitung angeboten:

    1.

    die orthotope Ersatzblase aus Dünndarmsegmenten

    2.

    eine kontinente Ersatzblase mit Nabelstoma

    3.

    Ileum- bzw. Colonconduit mit nassem Stoma

    4.

    Harnableitungen in den Darm.

Die Empfehlungen werden sehr individuell ausgesprochen. Die notwendige induktive oder adjuvante Chemotherapie wird ebenfalls von der urologischen Klinik durchgeführt. Mit überregionalen Organisationen wie der Deutschen Krebsgesellschaft besteht eine gute Kooperation. Rehabilitative Maßnahmen werden meist als Anschlußheilverfahren in der Quellental-Klinik, 34530 Bad Wildungen, eingeleitet.

Wegen der schwerpunktmäßig betriebenen urodynamischen Diagnostik werden viele Operationen zur Wiederherstellung der Harninkontinenz vorgenommen. Zur Festigung des Therapiezieles hat sich an der Klinik eine Selbsthilfegruppe etabliert, die sich jeden 2. Dienstag im Monat um 18:00 Uhr in der physiotherapeutischen Abteilung trifft. Neben Besprechungen bzw. Gesprächstherapie werden krankengymnastische Übungen vorgenommen. Zur Wiederherstellung der Kontinenz beim Mann kommen vorzugsweise prothetische Eingriffe in Frage. Der Schließmuskel wird durch Implantation eines Sphinkters ersetzt.




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