St. Elisabeth-Krankenhaus Köln-Hohenlind
Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln
Werthmannstraße 1, 50935 Köln, Tel. 0221/4677-0

Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik
Chefarzt Privatdozent Dr. med. J. Wustrow
(HNO-Heilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie, plastische Chirurgie, Allergologie)


Geschichte der HNO-Klinik
Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie, plastische Chirurgie, Allergologie


Träger des Krankenhauses:
Deutscher Caritas-Verband u. Diözesan-Caritasverband


Das St. Elisabeth-Krankenhaus in Hohenlind ist das größte konfessionelle Krankenhaus in Köln und wurde 1932 eröffnet. Seit 1933 bis 1969 wurde die HNO-Abteilung als Belegabteilung geführt. 1969 wurde eine hauptamtliche Abteilung mit bis zu 60 HNO-Betten aufgebaut. 1990 wurde ein neuer Operationstrakt erstellt, der in den Folgejahren immer wieder erneuert wurde und schließlich seit 1992 drei Operationssäle umfaßt. 1994 wurde die Ambulanz sowie die Funktionsräume (Neurootologie, Allergologie) erneuert. 1994 wurde eine neue Station der HNO-Abteilung hinzugefügt.

Erster hauptamtlicher Chefarzt war Prof. Dr. Hellmuth Decher (* 1927 in Frankfurt/M.)
Amtszeit 1969 bis 1992

    1963  Habilitation in Bonn bei Prof. Dr. B. Langenbeck
    1969  Wahl zum Chefarzt in Köln-Hohenlind
    1970  Ablehnung eines Rufes an die FU Berlin, Klinikum Steglitz
    1977  Lehrbeauftragter der Med. Fakultät Universität Köln
    1992  Ruhestand.

Prof. Dr. Hellmuth Decher begann die HNO-Ausbildung 1954 bei Prof. Dr. A. Blohmke in Frankfurt/M. und war anschließend 15 Jahre unter Prof. Dr. M. Thielemann, Prof. Dr. B. Langenbeck und Prof. Dr. W. Becker in Bonn tätig. Dort habilitierte er sich 1963. Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit waren die Physiologie und Pathologie des Vestibularapparates, die Nystagmographie, hier wurde eine Monographie erstellt. Eine weitere Monographie wurde über das cervikale Syndrom verfaßt. Die operativen Schwerpunkte von Prof. Dr. Hellmuth Decher waren die Mittelohr-Chirurgie sowie plastische Operationen.
Er war Vorstandsmitglied und 1972 Vorsitzender der Vereinigung Westdeutscher HNO-Ärzte, Gründungsmitglied der ADANO und der Bárány-Society.
Seine wichtigsten Mitarbeiter (Oberärzte) waren: Dr. Hans Georg Möller (später Chefarzt in Gelsenkirchen), Prof. Dr. Berthelm Maas (später Chefarzt in Bad Lippspringe), Dr. Holger Migdal (später Chefarzt in Gummersbach).

Nach der Pensionierung von Prof. Dr. Hellmuth Decher wurde Priv.-Doz. Dr. Jochen Wustrow zu seinem Nachfolger ernannt.

    1990  Habilitation bei Prof. Dr. H. Rudert in Kiel.
    1991  Lehrbeauftragter an der Medizinischen Universität zu Lübeck.
    1992  Wahl zum Chefarzt am St. Elisabeth-Krankenhaus.

Er ist der älteste Sohn von Prof. Dr. Dr. Fritz Wustrow (Ordinarius an der Universitäts-HNO-Klinik Kölns 1968 bis 1983). Priv.-Doz. Dr. Jochen Wustrow, geboren am 7.9.1950 in Würzburg, war 1979 Assistenzarzt am Pathologischen Institut der Universität zu Köln unter Prof. Dr. R. Fischer und begann 1980 unter Prof. Dr. Claus Herberhold seine Assistenzarztätigkeit an der Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Hamburg/Eppendorf. 1982 bis 1992 war er als Assistenzarzt und Oberarzt unter Prof. Dr. Heinrich Rudert in Kiel tätig. Hier habilitierte er sich 1990 mit dem Thema: "Die epithelialen Speicheldrüsentumoren, histomorphologische Marker und Klinik". 1990 erhielt er den Ruf auf die C-3-Professur und die Stelle des leitenden Oberarztes sowie des stellvertretenden Direktors der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der Med. Universität zu Lübeck unter Prof. Dr. Dr. Hilko Weerda. 1992 wurde er zum Nachfolger von Prof. Dr. Hellmuth Decher gewählt.

Der Schwerpunkt der Arbeit von Priv.-Doz. Dr. J. Wustrow liegt auf histo-morphologischen Untersuchungen im Hals-Nasen-Ohrenbereich, vor allem wurden immunhistochemischen Untersuchungen des Nasenpharynx, bei Lymphomen und bei Speicheldrüsentumoren und dem Schockgeschehen im Bereich der Trachea durchgeführt.

Klinische Schwerpunkte sind die Mittelohr-, Nebenhöhlen-, Speicheldrüsen-, Tumor-Chirurgie, plastische Chirurgie und Laser-Chirurgie.

Priv.-Doz. Dr. J. Wustrow war 1991 Schriftführer der Vereinigung der schleswig-holsteinischen HNO-Ärzte.

Die Zahl der Klinikbetten beträgt 50. Die Zahl der ärztlichen Mitarbeiter neun.
Wichtige Mitarbeiter (Oberärzte): Dr. H. Migdal (1996 Chefarzt in Gummersbach), Dr. C. Stupp, L. Glißmann.



 Geschichte der Klinik 


Autor: Dr. Jochen Wustrow
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